• Zielgenau an der Zielgruppe vorbei – der neue Spot der Sparkassen-Altersvorsorge

    Gestern Abend beim Essen mit meinen Freunden.

    „Kennst du den neuen Spot von der Sparkassen-Altersvorsorge?“
    „Ja, grauenvoll, oder?“
    „Also ich kann damit nichts anfangen. Der ist wohl was für die älteren Leute.“

    Und genau das ist das Problem. Eigentlich sind die jungen Leute die Zielgruppe der neuen Werbung. Die werden jedoch mit der Werbung überhaupt nicht erreicht.

    Die Spots verursachen höchstens tiefes Stöhnen und Seufzen und ZWINGEN den jungen Fernsehzuschauer in Sekundenbruchteilen fast zu der Entscheidung, den Kanal zu wechseln. Hingegen findet die ältere Generation die Werbung spitze und sinnvoll. Genau die, die nicht erreicht werden sollen, denn mit Mitte 50 sollte die Altersvorsorge schon durchgeplant sein.

    Der Spot stammt von der Agentur Jung von Matt/Spree in Berlin. W&V hat im September dieses Jahres dazu geschrieben, dass die Sparkasse damit auf eine ungewöhnliche und witzige Art das Thema Altersvorsorge anpackt (http://www.wuv.de/marketing/jetzt_redet_mutti_jung_von_matt_und_sparkasse_stellen_rentenmuffel_bloss). Zugegeben: ungewöhnlich auf jeden Fall, witzig ist hier Ansichtssache.
    Zudem steht auf der Seite der Sparkasse „Erwachsene Kinder denken an alles, außer an ihre Altersvorsorge. Jetzt überrascht sie die Sparkasse mit dem Menschen, auf den jeder hört: ihrer Mutter!“
    Heute ist es wohl eher so, dass ein Kind auszieht, studiert oder eine Ausbildung beginnt und sich nichts sehnlicher wünscht, als die Dinge allein in die Hand zu nehmen. Ratschläge holt sich der selbstständige Twen von heute, wenn er welche braucht. Er will autark sein.
    In der realen Welt würde jeder junge Erwachsene schreiend weglaufen, wenn die Mutter auf der Leinwand erscheinen und etwas sagen würde wie: „Hallo Daniel. Schau mal hier hoch. Du hast heute Besuch von deiner Mutter.“

    http://www.youtube.com/watch?v=ZcuN6a6Xlwg

    Ganz treffend sagt W&V außerdem: „Jung von Matt und Sparkasse stellen Rentenmuffel bloß“.
    Ein absolutes No-Go!

    Unser Fazit:
    Der Spot bringt Mütter dazu, ihre Kinder wieder und wieder auf ihre Altersvorsorge anzusprechen, jedoch geht er spurlos an der jungen Generation vorbei, obwohl eine gute Idee dahinter steckt.

    Quellen: youtube.com, wuv.de, sparkasse.de
    Bildquelle: Michael Staudinger  / pixelio.de