• Reverse Mentoring – Wie Alte von Jungen lernen

    Reverse Mentoring

    Reverse Mentoring ist ein relativ neuer Begriff in der Personal- und Organisationsentwicklung. Es beschreibt ein Tool, mit dem verschiedene Generationen von Mitarbeitern sich gegenseitig unterstützen und von einander lernen. Dieser Ansatz kann als Weiterentwicklung des klassischen Mentorings verstanden werden.

    Klassisches Mentoring bezieht sich allerdings auf die Lernkurve der jüngeren Mitarbeiter. Oft bekommen neue Mitarbeiter in einer Organisation (oder neue Führungskräfte) einen erfahrenen Mentor – eine Führungskraft mit langjähriger Erfahrung –  an Ihre Seite gestellt, um von dessen Erfahrung und Skillset zu profitieren. Frei nach dem Motto „Die alte Generation zeigt der jungen Generation wie es geht“.

    Bei Reverse Mentoring tauschen aber beide Generation ihr Wissen aus.

    Ein Beispiel

    Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Eine erfahrene Führungskraft arbeitet in einem „Reverse Mentoring“ Programm mit einer jungen Führungskraft. Die junge Führungskraft hat die Aufgabe, der erfahrenen Führungskraft alles über moderne Technik und neue Arbeitsmethoden zu vermitteln. Im Gegenzug lernt die junge Führungskraft viel über Führung von Menschen und allgemeine Geschäftspraktiken. Nur wenn beide von einander lernen, ist es ein richtiger Erfolg für Organisationen.

    Grundregeln für Reverse Mentoring

    Wie bei klassichen Mentoring Programmen müssen auch beim Reverse Mentoring einige Grundregeln für die Teilnehmer definiert werden.

    • Erwartungen müssen klar regelt sein
    • Was sind die Spielregeln für alle Teilnehmer
    • Vertrauen zwischen Teilnehmern – wie gehe ich mit Kritik um?
    • Transparenz während des Programms

    Hürden für Reverse Mentoring

    Für einige Organisationen entstehen hier folgende Probleme: Mit Blick auf die Jugendforschung kann man vermuten, das junge Generationen wenig Drang haben, von älteren Mitarbeitern zu lernen. Der Wert der Seniorität sinkt bei den jüngeren Generationen. Erfahrene Mitarbeiter wiederum könnten Widerstand leisten, wenn es darum geht, sich von Jüngeren etwas „sagen zu lassen“.

    In der Praxis zeigt sich Folgendes: Ist der Rahmen des Programms gut abgesteckt und gibt es klare Regeln, dann kann sich „Reverse Mentoring“ voll entfalten. Welche Person ist für welchen Bereich ein Mentor – genau diese Frage gilt es in der Praxis vorab zu bestimmen – dann steht einer Win-Win Situation nichts mehr im Wege.

     

    Weiterführende Links

    http://www.management-mentors.com/about/corporate-mentoring-matters-blog/bid/89821/Reverse-Mentoring-Managing-Generational-Diversity-in-the-Workplace

    http://www.forbes.com/sites/lisaquast/2014/10/13/dealing-with-a-bad-boss-the-micromanager/

    Bildquelle

    https://flic.kr/p/dd6uSk