• Kaffee – Wachmacher und ein treuer Diener

    Ein paar Fakten zum Kaffee

    Kaffee – für viele von uns ist das warme Extrakt der Kaffeebohne wohl einer der wichtigsten Bestandteile, um einen spannenden und fordernden Arbeitstag zu überstehen. Grund genug sich den „Kaffee“ ein wenig genauer anzusehen. Wir haben für dich die 10 interessantesten Fakten und mehr zusammengetragen.

    Im Jahr 2013 trank jeder von uns in Deutschland und Österreich im Durchschnitt 165 Liter Kaffee. Das entspricht 0,45 Liter am Tag – anders gesagt, zwei Standard-Kaffeetassen. Damit wird hierzulande sogar mehr Kaffee getrunken als reines Wasser: Der Wasser-Verbrauch lag im selben Jahr bei nur 140 Litern pro Kopf.

     

    Vorsicht – zu viel vom Wachmacher und Sie bekommen Halluzinationen

    Koffein bringt zwar vorübergehend neuen Schwung, aber zu viel davon ist gar nicht gut. Wer mehr als fünf Tassen vom dunklen Zaubergetränk pro Tag trinkt, kann davon Halluzinationen bekommen. (lt. Prof. Simon Crowe, australischen La Trobe Universität in Melbourne). Er untersuchte die Auswirkung von Koffein und Stress an 92 Probanden und stellte fest: Ein hoher Koffeinspiegel kombiniert mit Alltagsstress führt zu einem erhöhten Risiko einer Sinnestäuschung.

     

    Kaffee hilft gegen Depressionen

    Laut Studien des National Institute of Health haben Menschen, die täglich vier oder fünf Tassen vom Wachmacher trinken, ein um zehn Prozent verringertes Risiko, depressiv zu werden gegenüber Kaffee-Verweigerern. Grund sind die enthaltenen Antioxidantien, die die Produktion von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin anregen und so im Körper eine Art Hochgefühl auslösen. Bestätigt wird das Ergebnis auch von einer Untersuchung der Harvard School of Public Health. Danach können schon zwei bis vier Tassen Kaffee am Tag das Selbstmordrisiko um 50 Prozent senken.

    Kaffee, Set

    Barista Kaffeekaffee-bohnenkaffeetasse und bohnenkaffee tasse smiley

     

     

    10 Kaffee-Fakten

    • er steigert die Denkleistung.
      Wie Forscher der Johns Hopkins University in Baltimore festgestellt haben, ist Kaffee beziehungsweise das darin enthaltene Koffein nicht nur ein Wachmacher – er verbessert auch das Gedächtnis. Schon 200 Milligramm Koffein steigern das Erinnerungsvermögen und helfen beim Lernen.
    • er kann Schmerzen lindern.
      Etwa die eines Muskelkaters. Schon moderate Mengen von zwei Tassen vom Turbo-Wachmacher könnten Schmerzen lindern helfen, ergaben Untersuchungen.
    • er kann sexuell erregen. Vor allem Frauen.
      Das jedenfalls will Fay Guarraci von der Southwestern Universität in Georgetown, Texas festgestellt haben. Danach stimuliert Koffein dieselben Hirnareale, die auch für den sexuellen Erregungsgrad zuständig sind.
    • er senkt das Diabetes-Risiko.
      Genauer: das von Diabetes Typ 2 und zwar um stolze 50 Prozent. Allerdings auch nur bei dem, der täglich vier Tassen davon trinkt. Jede weitere Tasse senke das Risiko noch einmal um sieben Prozent, so eine Studie der American Chemical Society.
    • er gegen hilft gegen Mundgeruch.
      Weil einige Substanzen im Kaffee antibakteriell wirken, sorgen sie für einen besseren Atem, so eine Studie der israelischen Universität von Tel Aviv. Kaffee mit Milch verschlechtert den Atem allerdings wieder. Grund: Im Mundraum zersetzen Bakterien Milch und Kaffee wieder in übelriechende Substanzen.
    • er kann das Hautkrebs-Risiko senken.
      Allerdings gilt das erst einmal nur für Frauen, so eine Studie der Harvard Medical School. Teilnehmerinnen, die drei oder mehr Tassen Kaffee am Tag tranken, hatten ein signifikant geringeres Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
    • er beugt Parkinson vor.
      Das behauptet Ronald Postuma, der bei seinen Forschungen feststellte, dass Menschen, die regelmäßig Koffein zu sich nehmen, weniger häufig an Parkinson erkranken als andere.
    • Schon Kaffeeduft alleine senkt den Stresslevel.
      Bei Versuchen mit Ratten konnten Wissenschaftler der Seoul National Universität beobachten, dass jene Tiere, die Kaffeearomen ausgesetzt waren, bereits Unterschiede der Gehirn-Proteine aufwiesen, die wiederum das Gefühl von Stress und Müdigkeit minderten.
    • Koffein und Glucose machen schlau.
      Kaffee und Kuchen am Nachmittag – eine gute Idee! Während wir einen Espresso schlürfen und einen süßen Snack naschen, regen wir unsere grauen Zellen an, fand Josep M. Serra Grabulosa von der Universität von Barcelona heraus. Bei Hirnscans im Magnettomographen zeigte sich, dass die Kombination aus Koffein und Glucose die kognitiven Prozesse der Probanden, insbesondere Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und Denkeffizienz steigerte.
    • Kaffee inspiriert.
      Der Komponist Ludwig van Beethoven machte es sich zu Lebzeiten zur Gewohnheit, regelmäßig 60 Kaffeebohnen abzuzählen, um daraus eine Tasse Mokka zu brauen. Der französische Romancier Honoré de Balzac wiederum trank täglich mehrere Tassen starken Kaffee, um wach zu bleiben. Er arbeitete meist zwölf Stunden am Tag.

     

    Die Nebenwirkungen

    Der Vorteil des Kaffees kann zugleich aber auch ein Nachteil sein: Die stimulierende Droge Koffein besitzt einige Nebenwirkungen. Nimmt ein Mensch über längere Zeit hohe Dosen davon zu sich, verändern sich die Nervenzellen. Der Parade-Wachmacher hemmt die körpereigenen Adenosin-Moleküle. Die verhindern normalerweise die Ausschüttung von belebenden Botenstoffen wie Dopamin oder Noradrenalin. Deswegen regt Kaffee an.

    Bei regelmäßigem Konsum aber bilden die Nervenzellen immer mehr Rezeptoren für Adenosin – solange, bis ein neuer, höherer Ausgleichspegel gefunden ist. Im Fachjargon heißt dieses Phänomen Toleranz. Es entsteht bereits nach sechs bis 15 Tagen starken Koffeinkonsums. Setzt man den Kaffee dann abrupt ab, kann es zu regelrechten Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit kommen.

     

    Das Berufsgruppen Kaffee-Ranking

    Die britische Agentur Pressat hat dazu rund 10.000 Angestellte aus verschiedenen Berufsgruppen befragt und das Ergebnis in einer Art Ranking der größten Kaffeeverbraucher zusammengefasst. Überraschung: Journalisten, Polizisten und Lehrer zeigen regelrechtes Suchtverhalten:

    1. Journalisten (und Medienschaffende)
    2. Polizisten
    3. Lehrer
    4. Händler und Handelsvertreter
    5. Krankenschwestern und -Pfleger
    6. Manager
    7. Telefonverkäufer
    8. IT-Servicekräfte
    9. Verkäufer
    10. Taxifahrer

    Ganze 85 Prozent der Befragten gaben an, sie trinken mindestens drei Tassen Kaffee am Tag, knapp 70 Prozent gaben sogar zu: Ohne Kaffee würde ich meinen Arbeitstag und Job nicht schaffen. Ebenfalls Bemerkenswert ist: Männer trinken im Schnitt fünf Prozent mehr Kaffee als Frauen. 62 Prozent der Kaffeetrinker machen sich allerdings keinerlei Gedanken über mögliche Gesundheitsrisiken.

     

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    Bilder: Radio Bayern 1, freeimages